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Besuch Fa. VENTFAIR 30. Juli 2012

(v.li.) Holger Krestel, MdB u. Geschäftsführer Marc Sauer-Scalabrino

(v.li.) Holger Krestel, MdB u. Geschäftsführer Marc Sauer-Scalabrino

Diesen Montag führte mich mein Weg in die Ringbahnstraße zur Firma VENTFAIR, eine 2008 gegründete Gesellschaft zur Herstellung, Vertrieb und Einbau von innovativen Kühlanlagen für private und industrielle Anwendungen.

Herkömmliche Klimaanlagen funktionieren im Prinzip wie ein offenstehender Kühlschrank plus Gebläse und dementsprechend ist auch ihr Energieverbrauch. Jeder, der sich in früheren Sommern ein solches Gerät angeschafft hat, kann davon ein Lied singen.
Kühl- und Belüftungsanlagen gibt es aber auch im gewerblichen Bereich. Schon mehrere Personal-computer und/oder Schaltschränke in einem Raum entwickeln eine ganz erhebliche Abwärme, die sich in den Betriebsräumen staut.
Will man Schäden oder gar Brände vermeiden, müssen diese Räume gekühlt und belüftet werden, was – siehe oben – zu einem erheblichen Energieverbrauch, entsprechenden Betriebskosten und Umweltbelastungen führt.

(v.li.) Geschäftsführer Andreas Pirschel u. Holger Krestel, MdB

(v.li.) Geschäftsführer Andreas Pirschel u. Holger Krestel, MdB

Daran hätte sich bis heute auch nichts geändert, gäbe es in Tempelhof-Schöneberg, meinem Wahlkreis, nicht drei findige Schornsteinfegermeister: Andreas Pirschel, Norbert Skrobek und Marc Sauer-Scalabrino, die nach viel Nachdenken und ebensolcher Tüftelei sozusagen berufsbedingt ein Kühlsystem entwickelten, das sich den Kamineffekt zu Nutze macht und dabei ganz erhebliche Energieeinsparungen erzielt.

Jeder kann es ausprobieren: Macht man bei großer Hitze zwei gegenüberliegende Fenster auf, reicht schon ein gering wehender Wind um ein Zugluftpotential zu erzeugen, das die Raumtemperatur spürbar herunterkühlt. Noch besser funktioniert es mit dem Kamineffekt: Wenn ich in einem Raum durch eine tiefliegende Öffnung Luft einleite, die möglichst weit oben wieder entweicht, erzeuge ich durch den Kamineffekt eine Thermik, die ohne Energieverbrauch einen kühlenden Luftstrom erzeugt. Warme Luft dehnt sich aus und verlässt nach oben den Raum, während unten kühlere Luft nachgeführt wird.
Erst wenn dieser natürliche Effekt nicht mehr ausreicht kommt die Elektrizität ins Spiel, indem ich zum Beispiel mit einer Ventiliation diesen natürlichen Luftstrom verstärke.

Was sich hier so einfach liest, wurde von drei VENTFAIR-Gründern und ihrem Team zu einem ausgeklügelten System entwickelt, das für jede Aufgabenstellung eine individuelle Lösung anbietet. “Das intelligente Regelungssystem überwacht die Betriebstemperatur und regelt das System vollautomatisch. Die Regelung kalibriert sich nach den aktuellen Umgebungsbedingungen und wählt immer das optimalste Kühlprogramm” schreibt die Firma dazu selbst.

VENTFAIR wirbt damit, dass auf diesem Weg über 90% der für die Kühlung notwendigen Energie eingespart werden können und weist das auch anhand von Sendeanlagen des Mobilfunkbetreibers E-Plus nach: Deren Systemtechnik liegt in kleinen, dezentral “gehausten” Räumen und entwickelt eine erhebliche Prozeßwärme, die mit dem “GACS”-Kühlsystem von VENTFAIR heruntergekühlt wird. Dabei liegt die Energieeinsparung zwischen 93 und 95 Prozent gegenüber einer herkömmlichen Kühlanlage.

Schon diese Zahlen zeigen, dass man VENTFAIR-Anlagen bald in vielen Industrie und Privaträumen antreffen wird. Die bereits durch VENTFAIR geschaffenen 10 Arbeitsplätze in Tempelhof sprechen für sich und man kann ziemlich sicher sein, dass das nicht die letzten neuen Arbeitsplätze sind, die ein so stark auf dem Expansionspfad befindliches Unterehmen wie VENTFAIR schaffen wird.

Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch bei Firma VENTFAIR.