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Pressemitteilung 10. Dezember 2012: Warnstreiks nach Wetterchaos sind unanständig und richten sich gegen die Menschen

BERLIN. Zu den überraschenden Warnstreiks des Sicherheitspersonals auf deutschen Flughäfen erklärt der Berliner Bundestagsabgeordnete Holger KRESTEL:

„Warnstreiks sind ein legitimes Mittel, um im Rahmen von Tarifverhandlungen den Forderungen der Arbeitnehmerseite Nachdruck zu verleihen. Sie finden jedoch nicht im “luftleeren Raum” statt, sondern es muss bei der Wahl des Zeitpunktes genau abgewogen werden, ob man damit den Verhandlungsgegner oder unbeteiligte Dritte trifft.

Daher ist es unerklärlich, warum man heute Morgen an deutschen Flughäfen in eine durch den gestrigen Schneefall ohnehin bestehende Betriebsstörung “hineinstreikt”. Die Flughäfen müssen heute Früh ohnehin erst wieder hochgefahren werden, ihnen kann ein kurzer Warnstreik also fast egal sein.

Getroffen wurden vor allem viele Reisende, die ohnehin gestern durch das Wetter unschuldig bestraft und durch das kaum vorhandene Störungsmanagement der Flughafen- und Airlinebetreiber im Stich gelassen wurden.

Die angeblich überraschenden Warnstreiks an deutschen Flughäfen sind angesichts tausender am Sonntag im Schneechaos gestrandeter Menschen unanständig und treffen die ohnehin schon geschädigten Passagiere, während die Tarifkontrahenten wie Flughafenbetreiber und Airlines durch die Terminwahl geschont werden.

Die Beschäftigten haben sich damit einen gewaltigen Bärendienst erwiesen und ihr Ansehen ohne Not beschädigt.”