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B.Z. / 06. Juli 2013: Politik gegen Magermodels

Der Bundestagsabgeordnete Holger Krestel (57, FDP) ist empört über das Gewicht der Fashion-Week-Models (B.Z. berichtete).

BZ vom 06.07.2013: „Politik gegen Magermodels“

BZ vom 06.07.2013: „Politik gegen Magermodels“

“An Schulen gibt es sogar Wettbewerbe, wer die Dünnste ist. Dürre Models sind ein schlechtes Vorbild”, sagte der Politiker der B.Z..

“Es gibt einen Fördervertrag, der besagt, dass in Berlin keine Mager-models laufen. Was ist damit?”

Diese Frage richtete er per Schreiben an Senatorin Cornelia Yzer. Eine Antwort steht noch aus. eve

 

Pressemitteilung 4. Juli 2013

Kein Magerwahnsinn auf Senatskosten!

BERLIN. Anlässlich der Fashion Week in Berlin erklärt der Berliner Bundestagsabgeordnete Holger KRESTEL (FDP):

Ich freue mich, wenn die aktuell stattfindende Fashion Week Berlin als internationalen Modestandort stärkt.

Diese Stärkung führt aber leider nicht nur vor dem Brandenburger Tor zu völlig unangemessenen Verkehrseinschränkungen, schlimmer noch sind die jetzt durch die BZ öffentlich gemachten, exzessiven Forderungen einiger sogenannter Mode-Designer, die Laufstege der Fashion Week mit sogenannten Magermodels zu bestücken.

BZ vom 03.07.2013: „Heidis Models zu dick für Fashion-Week“
BZ vom 03.07.2013: „Heidis Models zu dick für Fashion-Week“

Als Förderer der Fashion Week hat der Berliner Senat darauf hinzuwirken, dass von ihr kein krank machendes Schönheitsideal verbreitet wird. Schon für 2011 versicherte die damalige Gesundheitssenatorin Frau Lompscher ( LINKE), dass im damaligen Fördervertrag eine Auflage enthalten sei, der Veranstalter habe dafür Sorge zu tragen, dass im Rahmen der Schau keine untergewichtigen Models eingesetzt werden.

Schlimm, wenn der jetzige SPD/CDU-Senat nun davon abgefallen ist, zumal seine Protagonisten Wowereit und Henkel jedes Verständnis für die Nöte der jungen Frauen aufbringen müssten.

In einem Schreiben an die amtierende Wirtschaftssenatorin Frau Yzer (CDU) bat ich daher heute um Auskunft darüber, ob in dem Fördervertrag für die Fashion Week 2013 diese notwendige Gesundheits-Schutzklausel für die dort beschäftigten Models weiterhin enthalten ist, wie die Erfüllung dieser Bedingungen kontrolliert wird und ob Verstöße gegen die Bedingungen, insbesondere nach dem Artikel in der BZ vom 03.07.2013 “Heidis Models zu dick für die Fashion Week”, festgestellt wurden.

Ich fordere, dass der Berliner Senat den Fördervertrag für die Fashion Week offenlegt und auch dessen Einhaltung öffentlich dokumentiert. Die Gesundheit junger Menschen ist zu wichtig, um sie zweifelhaften Modekünstlern mit einem fehlgeleiteten “Schönheitsideal” auszuliefern.