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19. August 2013: Impressionen – Besuch der Botschaft der Russischen Förderation

Am 19. August 2013 besuchte der Abgeordnete Holger Krestel gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern u.a. seines Wahlkreises die Botschaft der Russischen Förderation.

Eingang zum Ehrenhof der Botschaft Unter den Linden (© Foto Stoll)

Eingang zum Ehrenhof der Botschaft Unter den Linden (© Foto Stoll)

Die Gäste erlebten eine Zeitreise der Geschichte des Hauses. Bereits 1706 begann die diplomatischen Präsenz Russlands in Berlin, als die erste ständige diplomatische Mission Russlands unter Zar Peter der Große in die Stadt kam.

Treppenhaus mit Blick zum Kuppelsaal (© Foto: J. Stoll)

Treppenhaus mit Blick zum Kuppelsaal (© Foto: J. Stoll)

1732 kaufte der Geheimrat und Regimentsquartier-meister Christian Ludwig Müller das Grundstück Unter den Linden 7, wo er ein zweigeschossiges Haus errichtete.

(© Foto: J. Stoll)

(© Foto: J. Stoll)

Während des 18. Jahrhunderts wechselte das Grundstück mehrfach den Besitzer und wurde zum Teil erweitert. Im Jahre 1837 verkaufte Herzogin Dorothea von Sagan das Anwesen an Zar Nikolaus l, der mit dem Umbau begann. Zum einen sollte der Bau als ständige Botschaft und zum anderen als Residenz für Nikolaus I. und seiner Familie dienen. Mit der Residenz wollte Nikolaus I. ein Stück Russland in der Stadt haben.

Konzertsaal (© Foto Schulz)

Konzertsaal (© Foto Schulz)

1839 begann der großzügige Umbau und die prächtige Neuausstattung des Palais durch den Berliner Architekten Eduard von Knoblauch. Es entstehen 101 Zimmer, verteilt auf drei Etagen, prunkvolle mit Marmor und Gold ausgestattete Säle, die bis zu 700 Personen Platz boten.

Der Wappensaal (© Foto: J. Stoll)

Der Wappensaal (© Foto: J. Stoll)

Während des I. Weltkrieges war das Gebäude verwaist, während des zweiten Weltkrieges wird das Kurland-Palais durch Bombenangriffe und Straßen-kämpfe schwer beschädigt.

Nach der Gründung der DDR im Jahre 1949 beginnt auf dem selben Grundstück der Neubau der sowjetischen Botschaft nach Entwürfen von Anatoli Stryshewski und Fritz Bornemann. Am 7. November 1952 wird die Botschaft am Nationalfeiertag der UdSSR offiziell eingeweiht.

Kuppelsaal (© Foto: J. Stoll)

Kuppelsaal (© Foto: J. Stoll)

In den folgenden Jahren ist das Botschaftsgebäude Schauplatz wichtiger internationaler Treffen. 1954 findet die Konferenz der Außenminister der vier Siegermächte statt. Von 1970-1971 wird über das Viermächteabkommen zu Westberlin verhandelt.

Nach dem Wiederaufbau war die Botschaft dreimal so groß wie vor dem Krieg. In seiner architektonischen Gestaltung verschmelzen unverkennbar Motive russischer und sowjetischer Architektur.

Gästegruppe mit H. Kreste, MdB im Kuppelsaal (© Foto: J. Stoll)

Gästegruppe mit H. Kreste, MdB im Kuppelsaal (© Foto: J. Stoll)

Einen ganz herzlichen Dank an die Mitarbeiter der Botschaft für den interessanten Rundgang und die historisch –  informativen Einblicke. ps